Bereits bei der Ankunft in Porto wird der Mannschaftsbus von Benfica mit Steinwürfen empfangen. Auf den letzten Metern bis ins Stadion müssen die Spieler zu Fuß durch eine aufgeheizte Menschenmenge, die die ungeliebten Gäste aus der Hauptstadt mit jeder in der Landessprache denkbaren Beleidigung...
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Bereits bei der Ankunft in Porto wird der Mannschaftsbus von Benfica mit Steinwürfen empfangen. Auf den letzten Metern bis ins Stadion müssen die Spieler zu Fuß durch eine aufgeheizte Menschenmenge, die die ungeliebten Gäste aus der Hauptstadt mit jeder in der Landessprache denkbaren Beleidigung empfängt.
Endlich im alten Estádio das Antas angekommen, ist die Gästekabine mit einem Vorhängeschloss verriegelt. Auf Geheiß von Porto-Präsident Pinto da Costa soll die Tür erst eine Stunde vor Anpfiff geöffnet werden. Als Benfica endlich die Umkleideräume betreten kann, stinkt es dort unerträglich. Die Mannschaft zieht sich schließlich im Spielertunnel um, wo Pinto da Costa den Gästetrainer begrüßt: Ich respektiere Sie sehr, Senhor Eriksson. Aber Krieg ist Krieg.
Doch all die Kriegslist soll den Nordportugiesen nicht helfen. Durch zwei Tore von César Brito in den letzten neun Minuten gewinnt Benfica mit 0:2 und feiert vier Wochen später den dritten und letzten Meistertitel unter der Leitung von Sven-Göran Eriksson. Markus Horn
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